Sonett an den Heuschnupfen (mit herzlicher Bitte um Verständnis an R. M. Rilke)

Da blüht ein Baum. O reine Überreizung!
Das Auge juckt, die Nase ist verstopft,
die Lunge pfeift. Ach säß ich an der Heizung,
derweil ein kühler Regen draußen tropft!

Doch leider scheint die Sonne. Vögel singen.
Die Wiese ist mit Veilchen übersät.
Ein Windhauch lässt die Birkenzweige schwingen.
Ich schluck Tabletten – wieder mal zu spät!

Die gute Laune meiner Zeitgenossen,
die unter Mandelbäumen sich ergehen,
macht mich nur neidisch und extrem verdrossen.

Wenn ich das Haus verlasse, muss ich niesen.
Ich kann den Frühling bloß durchs Fenster sehen.
Schuld sind die Pollen, diese miesen, fiesen …

Dieses Gedicht entfuhr mir kürzlich aus reiner allergischer Verzweiflung. Inspiriert wurde es von einem Gedichtwettbewerb, bei dem ich es natürlich gleich eingereicht habe und wo Ihr es noch bis zum 16. Mai unterstützen könnt: einfach auf “zurück zur Übersicht” gehen, “Karan” in das Suchfeld eingeben und dann auf den Daumen neben dem Anfang meines Sonetts klicken. Oder einfach hier. Die Dichterin dankt von Herzen! ;-)

Veröffentlicht unter Sonette | Hinterlasse einen Kommentar