Karan

… supersonic butterfly

‘putt

29. Juli, 2008 @ 11:10 | Allgemein |

Es knallte, es knallte noch einmal und dann ging nichts mehr. Mein Auto stand und ließ sich nicht einmal wegschieben. Natürlich mitten im abendlichen Berufsverkehr. Kollege S. schmiß das Warndreieck auf die Straße und regelte den Verkehr um das unwillkommene Hindernis herum, Kollege D. entleerte in Windeseile den Kofferraum und diverse Verstecke in den Seitentüren und lud die Beute in den Kollegenwagen. Ich telefonierte mit dem Pannendienst und raufte mir ausführlich die Haare.

Eine Stunde später rief der Fahrer des Abschleppwagens an: er stünde im Stau auf der Autobahn, Ende unabsehbar. Kollege S. hatte mittlerweile das Vorbeiwinken der zögerlichen Autoschlange zu tänzerischer Virtuosität perfektioniert. Kollege D. mußte auf’s Klo. Dumm sowas, mitten in der Stadt. Zum Glück gab es ein Flüßchen mit Uferböschung und Gebüsch.

Endlich kam der Abschleppwagen. Nur wußte der gar nichts von mir. Es war nämlich ein ganz anderer, der zufällig des Weges fuhr. Kurzer Anruf an die Zentrale, damit der andere in Ruhe im Stau stehen konnte und nicht mehr herkommen mußte. Dann wurde das Auto auf den Hänger gezerrt. Die Reifen waren völlig blockiert. Ich klemmte mich auf den Beifahrersitz, füllte Formulare aus und begann mich mit dem Fahrer zu unterhalten. Er stellte sich als leidenschaftlicher Musikliebhaber mit einer Vorliebe für Pink Floyd heraus, und wir redeten uns so in Begeisterung, daß er mal eben eine rote Ampel überfuhr. Und die Kollegen im anderen Auto hinter uns zurückblieben.

Auf dem Gelände der Autowerkstatt hatten sie uns dann irgendwie wieder eingeholt. Ich kritzelte einen Zustandsbericht auf ein Blatt Papier und schmiß es samt dem Autoschlüssel in den Briefkasten.

Der Rückruf der freundlichen Werkstatt am anderen Morgen verhieß leider nichts Gutes. Getriebeschaden. Ohne sofortige familiäre Spendenbereitschaft könnte ich das jetzt gar nicht reparieren lassen.

Ich muß zugeben, ich war zuerst schwer in Versuchung, das Ganze in die Schublade: “Immer geht was schief, buhäää!” zu packen. Das war mir aber dann doch zu blöd, vor allem was die langfristigen Konsequenzen einer solchen Bewertung angeht. Stattdessen lege ich die Angelegenheit lieber unter “So was passiert eben” bzw. “Glück im Unglück” ab, denn immerhin ist’s nicht in Schnarchnasingen an der Gähn oder auf der einsamen Autobahn zwischen Ödnis und Langeweil geschehen - oder irgendwo in einem Ausland, dessen Sprache ich nicht beherrsche…

Alleswirdgutalleswirdgutalleswirdgut!

Kommentare (12)

Todesstrafe in Europa

22. Juli, 2008 @ 08:46 | Öffentliche Ärgernisse |

Geht nicht?
Weil’s hier ja so demokratisch, sozial und aufgeklärt zugeht und die Menschenrechte sozusagen gleich im genetischen Code mit eingebaut werden?

Mitnichten.

Telepolis hat sich mit Prof. Karl Albrecht Schachtschneider unterhalten, der bereits beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen den Vertrag von Lissabon eingereicht hat. Aus mehrfach guten Gründen.

Zum einen ist das Vertragskonvolut gar nicht wirklich demokratisch legitimiert. Es gibt nämlich kein “europäisches Volk”. Außerdem sind bei den Wahlen zum Europaparlament die Stimmenanteile der jeweiligen Nationen schon allein aufgrund deren unterschiedlicher Bevölkerungszahlen im Ungleichgewicht. Und es ist immer noch der Ministerrat (also die Exekutive!!!), der die Rechtsätze und Rechtsprechung vornimmt…

Konkret sieht es außerdem so aus, daß der Europäische Rat mittels Ermächtigungsklauseln sämtliche innen-, justiz- und polizeipolitischen Regelungen (desweiteren Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik), also alles, was sich im schier unendlichen Zuständigkeitsbereich der EU befindet, kippen und verändern kann, ohne daß die europäischen Völker ihre Zustimmung geben müssen.

Und das Grundrecht des Lebens wird ebenfalls zur Disposition gestellt. Im Kriegsfall oder bei drohender Kriegsgefahr soll das grundrechtliche Verbot der Todesstrafe und der Hinrichtung nicht mehr greifen, was bedeutet, daß dann die Todesstrafe eingeführt werden kann, ohne daß dies ein Verbot gegen die europäischen Grundrechte bedeutet. Das gleiche gilt übrigens für die “Tötung im Falle von Aufruhr und Aufstand”, was sich, wie Professor Schachtschneider erläutert, durchaus auch auf die Leipziger Demos von 1989 hätte beziehen lassen, denn “Aufstand” waren die allemal.

Schachtschneider schließt den ersten Teil seiner Ausführungen mit dem Satz “In einem solchen Land möchte ich nicht mehr leben.”

Gründen wir ein neues? ;-)

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Uilleann Pipes

16. Juli, 2008 @ 21:51 | Persönliches |

Ich habe mich verliebt. In diese Töne:

Dudelsack will ich ja schon lange spielen lernen. Mal abgesehen davon, daß die Uillean Pipes viel schöner klingen als alle anderen Sackpfeifen, die ich bereits gehört habe, ist es natürlich auch ein Vorteil, nix im Mund stecken zu haben, also möglicherweise sogar gleichzeitig singen und spielen zu können…

Jetzt muß ich nur noch wen finden, der mir dieses außerordentlich komplizierte Instrument beibringt.

(Und wie ich mittlerweile herausgefunden habe, sind die Dinger auch noch schweineteuer. Was such’ ich mir aber auch immer so ein exotisches Zeug aus… ;-)))

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Nymphe mit Taube

15. Juli, 2008 @ 21:23 | Persönliches |

nymphemittaube

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Viel

10. Juli, 2008 @ 11:08 | Persönliches |

zu
tun.

Und abends kann ich immer so schlecht einschlafen.
Habt Ihr irgendwelche Buchtips für mich?

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