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	<title>Kommentare zu: Age ain&#8217;t nothing but a number?</title>
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	<description>... supersonic butterfly</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 22:48:24 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Karan</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-801</link>
		<dc:creator>Karan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 09:31:56 +0000</pubDate>
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		<description>Das Thema "Jugendwahn" hat &lt;a href="http://alteeule.blogage.de/entries/2010/3/24/Der-Jugendwahn---Beitrag-zur-Verwarlosung" target="_blank" rel="nofollow"&gt;in Eules Weblog einen schönen Zweig getrieben&lt;/a&gt;; ich schreibe meinen Beitrag aber hier auch mal hin, denn er bezieht sich ja ebenfalls auf Obiges.

&lt;blockquote&gt; 
Mit der "geistigen Verwahrlosung" hast Du absolut recht; da sind wir schon wieder bei einem kulturellen Problem. Wenn Kultur als Gesamtheit, also auch sämtliche Facetten, die man als "geistige Werte" bezeichnen kann, nur noch unter den Maßstäben des Monetären behandelt werden und in diesem Kontext jegliche Relevanz verlieren, sind es die Ackermänner mit ihrem verantwortungslosen Gebaren, die das Ruder an sich reißen... 

Die Sitten und Gebräuche, etwa von Anreden, würde ich persönlich damit jedoch nicht in Zusammenhang setzen. Ich denke, wir haben es hier mit einem Globalisierungsphänomen zu tun, mit der Übernahme anglo-amerikanischer Verhaltensweisen in diesem Fall. Und in diesem Kontext hat Sven dann wieder recht (und ich erlebe das selber auch, in gewissen Feldern des Musikbusiness): da wäre die Anrede mit "Herr Soundso" oder "Frau Soundso" dann schon fast ein Affront. 

Was die Verhältnisse zwischen Alt und Jung angeht, so ist es mehr als überfällig, die Stärken des Alters (Erfahrungshorizont! Seelische Kraft!) wieder gesellschaftlich wirksam zu machen. Nur kann das nicht verordnet werden, sondern muß sich selber aktiv sichtbar und spürbar machen. Du trägst da mit Deinem Weblog übrigens selbst dazu bei... Früher (in the very olden days) war's ja ein hierarchischer Automatismus: Alter bestimmt, Jugend schweigt. Irgendwann ist das dann in's Gegenteil gekippt; die Zeitläufte der Geschichte haben da das ihre beigetragen. 

Politisch ist es ja durchaus kommod, die beiden Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen, das wird denn auch sattsamm getan. Und flugs von anderen Gesellschafts-Feldern, eben auch der Unterhaltungsindustrie, übernommen. Aber häufig geht diese Rechnung eben nicht mehr auf, und das ist gut. Solange es aber genügend Menschen gibt, die mit dem Jugendwahn (und der Abschiebung des Alters) richtig Kohle machen, wird insgesamt aber wohl noch ein weiter Weg zu gehen sein... &lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema &#8220;Jugendwahn&#8221; hat <a href="http://alteeule.blogage.de/entries/2010/3/24/Der-Jugendwahn---Beitrag-zur-Verwarlosung" target="_blank" rel="nofollow">in Eules Weblog einen schönen Zweig getrieben</a>; ich schreibe meinen Beitrag aber hier auch mal hin, denn er bezieht sich ja ebenfalls auf Obiges.</p>
<blockquote><p>
Mit der &#8220;geistigen Verwahrlosung&#8221; hast Du absolut recht; da sind wir schon wieder bei einem kulturellen Problem. Wenn Kultur als Gesamtheit, also auch sämtliche Facetten, die man als &#8220;geistige Werte&#8221; bezeichnen kann, nur noch unter den Maßstäben des Monetären behandelt werden und in diesem Kontext jegliche Relevanz verlieren, sind es die Ackermänner mit ihrem verantwortungslosen Gebaren, die das Ruder an sich reißen&#8230; </p>
<p>Die Sitten und Gebräuche, etwa von Anreden, würde ich persönlich damit jedoch nicht in Zusammenhang setzen. Ich denke, wir haben es hier mit einem Globalisierungsphänomen zu tun, mit der Übernahme anglo-amerikanischer Verhaltensweisen in diesem Fall. Und in diesem Kontext hat Sven dann wieder recht (und ich erlebe das selber auch, in gewissen Feldern des Musikbusiness): da wäre die Anrede mit &#8220;Herr Soundso&#8221; oder &#8220;Frau Soundso&#8221; dann schon fast ein Affront. </p>
<p>Was die Verhältnisse zwischen Alt und Jung angeht, so ist es mehr als überfällig, die Stärken des Alters (Erfahrungshorizont! Seelische Kraft!) wieder gesellschaftlich wirksam zu machen. Nur kann das nicht verordnet werden, sondern muß sich selber aktiv sichtbar und spürbar machen. Du trägst da mit Deinem Weblog übrigens selbst dazu bei&#8230; Früher (in the very olden days) war&#8217;s ja ein hierarchischer Automatismus: Alter bestimmt, Jugend schweigt. Irgendwann ist das dann in&#8217;s Gegenteil gekippt; die Zeitläufte der Geschichte haben da das ihre beigetragen. </p>
<p>Politisch ist es ja durchaus kommod, die beiden Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen, das wird denn auch sattsamm getan. Und flugs von anderen Gesellschafts-Feldern, eben auch der Unterhaltungsindustrie, übernommen. Aber häufig geht diese Rechnung eben nicht mehr auf, und das ist gut. Solange es aber genügend Menschen gibt, die mit dem Jugendwahn (und der Abschiebung des Alters) richtig Kohle machen, wird insgesamt aber wohl noch ein weiter Weg zu gehen sein&#8230; </p></blockquote>
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		<title>Von: eule70</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-800</link>
		<dc:creator>eule70</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 21:26:59 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, bei der Anrede gibt es viele Unsicherheiten, besonders in anderen Ländern. Als ich in England an Unis wegen meiner Diss. mit Profs und Assistenten sprach, ging auch alles per Vornamen, aber als ich dann meinen Bedankungsbrief an "Dear Peter" geschrieben hatte, erfuhr ich später, dass das doch falsch war; schriftlich war er immer noch Professor...
Aber hier ging es mir ja nicht darum, wie man andere anredet, sondern um die eigene Selbsteinschätzung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, bei der Anrede gibt es viele Unsicherheiten, besonders in anderen Ländern. Als ich in England an Unis wegen meiner Diss. mit Profs und Assistenten sprach, ging auch alles per Vornamen, aber als ich dann meinen Bedankungsbrief an &#8220;Dear Peter&#8221; geschrieben hatte, erfuhr ich später, dass das doch falsch war; schriftlich war er immer noch Professor&#8230;<br />
Aber hier ging es mir ja nicht darum, wie man andere anredet, sondern um die eigene Selbsteinschätzung.</p>
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		<title>Von: Karan</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-799</link>
		<dc:creator>Karan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 06:21:40 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist aber auch eine Frage der Umgebungskultur. Ich habe ja eine Weile in England gelebt, und da war es so, daß sich alle (quer durch die institutionellen Hierarchien) mit dem Vornamen angesprochen haben. Was ich erst als sehr ungewohnt, dann als sehr angenehm empfand. Die "Rangordnung" blieb dabei übrigens unangetastet, aber gewisse Distanzen, die hier auf dem Kontinent - wie ich finde im Übermaß - gepflegt werden und die ich oft als prätentiös erlebe, kamen da gar nicht erst auf.

Seit ich wieder in Deutschland bin, habe ich übrigens gewisse Probleme mit der Anwendung von "Du" und "Sie"; ich bin da oft übervorsichtig, zumindest unsicher geworden. Bin wohl doch im Herzen Insulanerin geblieben... ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist aber auch eine Frage der Umgebungskultur. Ich habe ja eine Weile in England gelebt, und da war es so, daß sich alle (quer durch die institutionellen Hierarchien) mit dem Vornamen angesprochen haben. Was ich erst als sehr ungewohnt, dann als sehr angenehm empfand. Die &#8220;Rangordnung&#8221; blieb dabei übrigens unangetastet, aber gewisse Distanzen, die hier auf dem Kontinent - wie ich finde im Übermaß - gepflegt werden und die ich oft als prätentiös erlebe, kamen da gar nicht erst auf.</p>
<p>Seit ich wieder in Deutschland bin, habe ich übrigens gewisse Probleme mit der Anwendung von &#8220;Du&#8221; und &#8220;Sie&#8221;; ich bin da oft übervorsichtig, zumindest unsicher geworden. Bin wohl doch im Herzen Insulanerin geblieben&#8230; <img src='http://www.troubadoura.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: eule70</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-798</link>
		<dc:creator>eule70</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 22:39:47 +0000</pubDate>
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		<description>Gestern habe ich vergessen: Ich möchte noch etwas zu Sven sagen, der zur Frage, dass es 20jährige gibt, die innerlich "alt" sind, meint: "Solange ich mich immer umschaue, sobald wer “Herr Scholz” sagt, weil ich mich nicht angesprochen fühle und ich mich jedesmal dann, wenns nicht anders geht (geschäftlich o.ä.), zwingen muss, mich nicht mit “Sven” sondern mit Nachname vorzustellen habe ich in diesem Punkt wohl kein Problem":
Das ist genau der Punkt, dass manche Jungen, nicht merken, dass Älterwerden Stärkerwerden bedeutet. Im deutschen Arbeitsleben (anders als in der Blogosphäre :-)) gilt die Anrede mit dem Vornamen für Kinder und Jugendliche, die man noch nicht für voll nimmt. Erwachsene, redet man mit Herr oder Frau und dem Nachnamen an. Wenn man Dich nicht mehr mit "Sven", sondern mit "Herr Scholz" anredet, heißt das nur, dass Du als Erwachsener voll und ernst genommen wirst.  Willst Du denn ewig kindlich bleiben?  Ab einem gewissen Alter ist "kindlich" nicht "jung", sondern kindisch...
Über dieses Phänomen gibt es noch mehr zu sagen, politisch ziemlich interessant. Ich will das in meinem Blog mal aufgreifen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich vergessen: Ich möchte noch etwas zu Sven sagen, der zur Frage, dass es 20jährige gibt, die innerlich &#8220;alt&#8221; sind, meint: &#8220;Solange ich mich immer umschaue, sobald wer “Herr Scholz” sagt, weil ich mich nicht angesprochen fühle und ich mich jedesmal dann, wenns nicht anders geht (geschäftlich o.ä.), zwingen muss, mich nicht mit “Sven” sondern mit Nachname vorzustellen habe ich in diesem Punkt wohl kein Problem&#8221;:<br />
Das ist genau der Punkt, dass manche Jungen, nicht merken, dass Älterwerden Stärkerwerden bedeutet. Im deutschen Arbeitsleben (anders als in der Blogosphäre :-)) gilt die Anrede mit dem Vornamen für Kinder und Jugendliche, die man noch nicht für voll nimmt. Erwachsene, redet man mit Herr oder Frau und dem Nachnamen an. Wenn man Dich nicht mehr mit &#8220;Sven&#8221;, sondern mit &#8220;Herr Scholz&#8221; anredet, heißt das nur, dass Du als Erwachsener voll und ernst genommen wirst.  Willst Du denn ewig kindlich bleiben?  Ab einem gewissen Alter ist &#8220;kindlich&#8221; nicht &#8220;jung&#8221;, sondern kindisch&#8230;<br />
Über dieses Phänomen gibt es noch mehr zu sagen, politisch ziemlich interessant. Ich will das in meinem Blog mal aufgreifen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-797</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 21:52:28 +0000</pubDate>
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		<description>@Martin: Auch ist natürlich ein Klischee, das mit der Realität nichtsa zu tun haben muss. Ich arbeite z.B. ebenfalls manchmal länger (auch mal mehrere Tage hintereinander), und ich halte oft dabei  länger durch und bin "belastbarer" als so mancher meiner jüngeren Kollegen, und über einen Mangel an "Flexibilität" kann man bei mir wohl auch nicht sprechen. Und ich habe 15-20 Jahre jüngere Kollegen, die sich nicht mehr - oder noch nie - vorstellen können/konnten, auch nur die Hälfte dessen, was man bei mir als "Flexibilität" bezeichnen könnte, umzusetzen, Auch das hat also nichts mit dem Alter zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Martin: Auch ist natürlich ein Klischee, das mit der Realität nichtsa zu tun haben muss. Ich arbeite z.B. ebenfalls manchmal länger (auch mal mehrere Tage hintereinander), und ich halte oft dabei  länger durch und bin &#8220;belastbarer&#8221; als so mancher meiner jüngeren Kollegen, und über einen Mangel an &#8220;Flexibilität&#8221; kann man bei mir wohl auch nicht sprechen. Und ich habe 15-20 Jahre jüngere Kollegen, die sich nicht mehr - oder noch nie - vorstellen können/konnten, auch nur die Hälfte dessen, was man bei mir als &#8220;Flexibilität&#8221; bezeichnen könnte, umzusetzen, Auch das hat also nichts mit dem Alter zu tun.</p>
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		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-796</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 18:20:40 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Woher kommt dann also dieser “Jugendwahn”? Denn vorhanden ist er ja&lt;/blockquote&gt;

Mir fällt, aus eigener Arbeitslebenserfahrung ein: ein 20-Jähriger kann ohne Weiteres bis nachts um zwölf Mehrarbeit leisten - und morgens trotzdem (wenn auch zerknittert und missgelaut und müde) um 8 wieder auf der Matte stehen.
Zweiter Punkt: Mit 20 ist man noch unerfahren. Ist lenkbar. Hat in der Regel noch keine Familie und keine "Wurzeln" geschlagen. Ein 20-jähriger (buzzwordalarm) ist flexibel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Woher kommt dann also dieser “Jugendwahn”? Denn vorhanden ist er ja</p></blockquote>
<p>Mir fällt, aus eigener Arbeitslebenserfahrung ein: ein 20-Jähriger kann ohne Weiteres bis nachts um zwölf Mehrarbeit leisten - und morgens trotzdem (wenn auch zerknittert und missgelaut und müde) um 8 wieder auf der Matte stehen.<br />
Zweiter Punkt: Mit 20 ist man noch unerfahren. Ist lenkbar. Hat in der Regel noch keine Familie und keine &#8220;Wurzeln&#8221; geschlagen. Ein 20-jähriger (buzzwordalarm) ist flexibel.</p>
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	<item>
		<title>Von: Karan</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-795</link>
		<dc:creator>Karan</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 08:40:00 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Eule, ich danke Dir für diese Worte, besonders für  den letzten Satz!

Woher kommt dann also dieser "Jugendwahn"? Denn vorhanden ist er ja.

Mir kommt der Verdacht, daß die Stärke des Alters offenbar einigen Angst macht...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Eule, ich danke Dir für diese Worte, besonders für  den letzten Satz!</p>
<p>Woher kommt dann also dieser &#8220;Jugendwahn&#8221;? Denn vorhanden ist er ja.</p>
<p>Mir kommt der Verdacht, daß die Stärke des Alters offenbar einigen Angst macht&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: eule70</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-794</link>
		<dc:creator>eule70</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 00:16:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ich, in Zahlen seit 76 Jahren auf der Welt, habe diese Diskussion mit großem Interesse gelesen. Zum Thema "Relevanz" will ich jetzt nichts sagen, sondern zum Thema "Alter". 
Ich kann nämlich mit der Art, wie die Begriffe "alt" und "jung" meist gebraucht werden, nämlich als Qualitätsmerkmal, nichts anfangen, genauer gesagt, ich ärgere mich darüber.
Ich bin in Jahren alt, und ich fühle mich keineswegs jung, sondern alt, denn: in 76 Jahren hat man eine ganze Menge Erfahrungen, Wissen, eigene Persönlichkeitsentwicklung angesammelt, die eine 20- oder 40jährige nicht haben kann. Ich finde es deshalb ausgesprochen dumm, wenn man mir sagt (und das noch als Kompliment sieht): "Sie wirken aber bedeutend jünger!"  Nein, verdammt, ich will nicht jünger wirken, sondern genau so alt wie ich bin mit all dem was ich an Erfahrung angesammelt habe.
Der Fehler ist, "jung" mit "stark" und "alt" mit "schwach" gleichzusetzen. Das mag in der Jäger- und Sammlerinnen-Gesellschaft der Altsteinzeit gegolten haben, als die rein körperliche Stärke oder Schwäche ausschlaggebend war, aber in unserer technisierten Gesellschaft ist das doch irrelevant. Ich habe die klare Erfahrung gemacht: mit zunehmendem Alter wird man geistig und seelisch stärker, und das ist, was zählt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich, in Zahlen seit 76 Jahren auf der Welt, habe diese Diskussion mit großem Interesse gelesen. Zum Thema &#8220;Relevanz&#8221; will ich jetzt nichts sagen, sondern zum Thema &#8220;Alter&#8221;.<br />
Ich kann nämlich mit der Art, wie die Begriffe &#8220;alt&#8221; und &#8220;jung&#8221; meist gebraucht werden, nämlich als Qualitätsmerkmal, nichts anfangen, genauer gesagt, ich ärgere mich darüber.<br />
Ich bin in Jahren alt, und ich fühle mich keineswegs jung, sondern alt, denn: in 76 Jahren hat man eine ganze Menge Erfahrungen, Wissen, eigene Persönlichkeitsentwicklung angesammelt, die eine 20- oder 40jährige nicht haben kann. Ich finde es deshalb ausgesprochen dumm, wenn man mir sagt (und das noch als Kompliment sieht): &#8220;Sie wirken aber bedeutend jünger!&#8221;  Nein, verdammt, ich will nicht jünger wirken, sondern genau so alt wie ich bin mit all dem was ich an Erfahrung angesammelt habe.<br />
Der Fehler ist, &#8220;jung&#8221; mit &#8220;stark&#8221; und &#8220;alt&#8221; mit &#8220;schwach&#8221; gleichzusetzen. Das mag in der Jäger- und Sammlerinnen-Gesellschaft der Altsteinzeit gegolten haben, als die rein körperliche Stärke oder Schwäche ausschlaggebend war, aber in unserer technisierten Gesellschaft ist das doch irrelevant. Ich habe die klare Erfahrung gemacht: mit zunehmendem Alter wird man geistig und seelisch stärker, und das ist, was zählt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-793</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 13:41:26 +0000</pubDate>
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		<description>Solange ich mich immer umschaue, sobald wer "Herr Scholz" sagt, weil ich mich nicht angesprochen fühle und ich mich jedesmal dann, wenns nicht anders geht (geschäftlich o.ä.), zwingen muss, mich nicht mit "Sven" sondern mit Nachname vorzustellen habe ich in diesem Punkt wohl kein Problem ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Solange ich mich immer umschaue, sobald wer &#8220;Herr Scholz&#8221; sagt, weil ich mich nicht angesprochen fühle und ich mich jedesmal dann, wenns nicht anders geht (geschäftlich o.ä.), zwingen muss, mich nicht mit &#8220;Sven&#8221; sondern mit Nachname vorzustellen habe ich in diesem Punkt wohl kein Problem <img src='http://www.troubadoura.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/age-aint-nothing-but-a-number/comment-page-1/#comment-792</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 18:05:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.troubadoura.de/?p=514#comment-792</guid>
		<description>Und nun was zum Thema "Alter ist nur eine Zahl".

Ein nachgewiesenermaßen wirksames Rezept gegen (psychische und indirekt, über die psychosomatische Schiene, auch manche körperliche) Altersprobleme ist : "Lebe, als wärest du jung. Denke, du wärest du jung. Und dann bleibst du auch jung." Ich sehe es z. B,.an meinem Vater, der mit 72 in mancher Hinsicht "jünger" wirkt, als er es mit 62 war. Überhaupt gibt es ja das Phänomen, dass viele Rentner heute in jeder Hinsicht "fitter" sind, als es vorangegangene Generationen in diesem Alter waren. (Was leider in den "Demographie"-Debatten meistens ausgeklammert wird - es sei denn, es geht darum, das Renteneintrittsalter heraufzusetzen.)

Ich vermute, und nicht ohne Grund, dass es auch anders herum funktioniert. Wenn ich mich z. B. um eine Arbeitsstelle bewerbe, und dann regelmäßig mitbekommen, dass ich für "zu alt" gehalten werde, dann *fühle* ich mich auch alt. Auch die mehr als große Wahrscheinlich, dass mich, wenn ich so alt wie mein Vater sein werde, nichts als die Altersarmut erwartet, trägt nicht gerade dazu bei, mich "jung" und "dynamisch" zu fühlen. Ich träume daher oft davon, ein *wirklich* relevantes Buch zu schreiben, eines jener Werke, die die Welt verändern, ein Buch, das noch in 300 Jahren gelesen wird - und wenn ich das Wort "Ende" tippe, auf der Stelle tot umzufallen. Dann habe ich nicht umsonst gelebt, und brauche mich auch nicht mehr von einem Alter in Armut, Einsamkeit und Verachtung zu fürchten. 

Ja, und dann gibt es ja leider nicht wenige Menschen, die schon mit "20", spätestens mit "30" "innerlich alt" sind - die nichts mehr vom Leben erwarten. Wer aber nicht mehr viel von seinem Leben erwartet, dem sind ungesunde Angewohnheiten, wie Rauchen &#38; Trinken, schlechte (zu fette, zu süße) Ernährung, mangelnde Bewegung und geistigen Stillstand (vor allem letzterer!) egal.
Gibt man Menschen zu verstehen, dass sie zum "alten Eisen" gehören, dann werden sie sich, vermute ich, kurz über lang für "altes Eisen" halten. Und das ist das eigentliche Problem, wenn nur sehr junge Künstler in so einem Schlagerwettbewerb Chancen bekommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und nun was zum Thema &#8220;Alter ist nur eine Zahl&#8221;.</p>
<p>Ein nachgewiesenermaßen wirksames Rezept gegen (psychische und indirekt, über die psychosomatische Schiene, auch manche körperliche) Altersprobleme ist : &#8220;Lebe, als wärest du jung. Denke, du wärest du jung. Und dann bleibst du auch jung.&#8221; Ich sehe es z. B,.an meinem Vater, der mit 72 in mancher Hinsicht &#8220;jünger&#8221; wirkt, als er es mit 62 war. Überhaupt gibt es ja das Phänomen, dass viele Rentner heute in jeder Hinsicht &#8220;fitter&#8221; sind, als es vorangegangene Generationen in diesem Alter waren. (Was leider in den &#8220;Demographie&#8221;-Debatten meistens ausgeklammert wird - es sei denn, es geht darum, das Renteneintrittsalter heraufzusetzen.)</p>
<p>Ich vermute, und nicht ohne Grund, dass es auch anders herum funktioniert. Wenn ich mich z. B. um eine Arbeitsstelle bewerbe, und dann regelmäßig mitbekommen, dass ich für &#8220;zu alt&#8221; gehalten werde, dann *fühle* ich mich auch alt. Auch die mehr als große Wahrscheinlich, dass mich, wenn ich so alt wie mein Vater sein werde, nichts als die Altersarmut erwartet, trägt nicht gerade dazu bei, mich &#8220;jung&#8221; und &#8220;dynamisch&#8221; zu fühlen. Ich träume daher oft davon, ein *wirklich* relevantes Buch zu schreiben, eines jener Werke, die die Welt verändern, ein Buch, das noch in 300 Jahren gelesen wird - und wenn ich das Wort &#8220;Ende&#8221; tippe, auf der Stelle tot umzufallen. Dann habe ich nicht umsonst gelebt, und brauche mich auch nicht mehr von einem Alter in Armut, Einsamkeit und Verachtung zu fürchten. </p>
<p>Ja, und dann gibt es ja leider nicht wenige Menschen, die schon mit &#8220;20&#8243;, spätestens mit &#8220;30&#8243; &#8220;innerlich alt&#8221; sind - die nichts mehr vom Leben erwarten. Wer aber nicht mehr viel von seinem Leben erwartet, dem sind ungesunde Angewohnheiten, wie Rauchen &amp; Trinken, schlechte (zu fette, zu süße) Ernährung, mangelnde Bewegung und geistigen Stillstand (vor allem letzterer!) egal.<br />
Gibt man Menschen zu verstehen, dass sie zum &#8220;alten Eisen&#8221; gehören, dann werden sie sich, vermute ich, kurz über lang für &#8220;altes Eisen&#8221; halten. Und das ist das eigentliche Problem, wenn nur sehr junge Künstler in so einem Schlagerwettbewerb Chancen bekommen.</p>
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