Halbmond
25. November, 2009 @ 22:12 | Lyrik & Prosa &soweiter |
… Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn…
(Matthias Claudius)
Kommentare (0)The blessing…
16. Oktober, 2009 @ 12:39 | Lyrik & Prosa &soweiter, Persönliches |
… it is to have a friend to whom one can speak fearlessly on any subject; with whom one’s deepest as well as one’s most foolish thoughts come out simply and safely. Oh, the comfort — the inexpressible comfort of feeling safe with a person — having neither to weigh thoughts nor measure words, but pouring them all right out, just as they are, chaff and grain together; certain that a faithful hand will take and sift them, keep what is worth keeping, and then with the breath of kindness blow the rest away.
Kommentare (0)Wie man zum Künstler wird
28. August, 2009 @ 10:59 | Lyrik & Prosa &soweiter |
Lass Dich fallen.
Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemand Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die “Ja” sagen und verteile sie überall in Deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue Dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen.
Schaukel so hoch du kannst mit einer Schaukel bei Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen.
Verweigere “verantwortlich zu sein”.
Tu es aus Liebe.
Mach eine Menge Nickerchen.
Gib Geld weiter. Mach es jetzt. Das Geld wird folgen.
Glaube an Zauberei.
Lache eine Menge.
Bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantasievolle Träume.
Zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert.
Kicher mit Kindern.
Höre alten Leuten zu.
Öffne dich, tauche ein.
Sei frei.
Preise dich selbst.
Lass die Angst fallen.
Spiele mit allem.
Unterhalte das Kind in dir. Du bist unschuldig.
Baue eine Burg aus Decken.
Werde nass.
Umarme Bäume.
Schreibe Liebesbriefe.
J. Beuys
Kommentare (16)Aufklärung
23. Juni, 2009 @ 13:08 | Kultur & Kontext, Lyrik & Prosa &soweiter |
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines andern zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
Immanuel Kant
Noch bist du da
13. März, 2009 @ 00:03 | Lyrik & Prosa &soweiter |
Wirf deine Angst
in die Luft
Bald
ist deine Zeit um
bald
wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume
ins Nirgends
Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da
Sei was du bist
Gib was du hast
What if…
20. Januar, 2009 @ 23:26 | Lyrik & Prosa &soweiter |
… the mightiest word is love, love beyond marital, filial,
national. Love that casts a widening pool of light. Love with no need
to preempt grievance.
In today’s sharp sparkle, this winter air, anything can be made, any
sentence begun.
Mittwinter
21. Dezember, 2008 @ 13:02 | Lyrik & Prosa &soweiter |
Es wächst viel Brot in der Winternacht,
Weil unter dem Schnee frisch grünet die Saat;
Erst wenn im Lenze die Sonne lacht,
Spürst du, was Gutes der Winter tat. –
Und deucht die Welt dir öd und leer,
Und sind die Tage dir rauh und schwer:
Sei still und habe des Wandels acht:
Es wächst viel Brot in der Winternacht.
I said to my soul…
8. Dezember, 2008 @ 22:19 | Lyrik & Prosa &soweiter |
… be still, and wait without hope
For hope would be hope for the wrong thing; wait without love,
For love would be love of the wrong thing; there is yet faith
But the faith and the love and the hope are all in the waiting.
Wait without thought, for you are not ready for thought:
So the darkness shall be the light, and the stillness the dancing…
An die Gefährten…
30. September, 2008 @ 09:52 | Lyrik & Prosa &soweiter, Persönliches |
… die mit mir schwimmen:
Hier ist ein Fluß, er fließt jetzt sehr schnell.
Er ist so mächtig und reißend,
daß einige Angst bekommen.
Sie versuchen, sich am Ufer festzuklammern,
und das wird sie schier zerreißen - sie werden sehr leiden daran.
Ihr müßt wissen, daß der Fluß seine Bestimmung hat.
Die Älteren sagen uns: laßt das Ufer los,
stoßt euch ab, bis in die Mitte des Stroms,
und haltet die Köpfe über Wasser.
Und sie sagen: Schaut, wer da mit euch ist. Und feiert.
Zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte dürfen wir nichts persönlich nehmen,
am allerwenigsten uns selbst,
denn sonst kommen unser geistiges Wachstum und unsere Reise zum Stillstand.
Die Zeit des einsamen Wolfs ist vorüber.
Kommt zusammen.
Verbannt das Wort “Mühsal” aus eurer Einstellung und eurem Wortschatz.
Alles, was wir jetzt tun, muß auf eine heilige Art und Weise getan werden. Und im Feiern.
Denn wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.
(Prophezeiung der Hopi)
Kommentare (4)Was keiner wagt…
26. August, 2008 @ 00:14 | Lyrik & Prosa &soweiter |
… das sollt ihr wagen,
was keiner sagt, das sagt heraus,
was keiner denkt, das wagt zu denken,
was keiner ausführt, das führt aus.
Wenn keiner ja sagt, sollt Ihr´s sagen,
wenn keiner nein sagt, sagt doch nein,
wenn alle zweifeln, wagt zu glauben,
wenn alle mittun, steht allein.
Wo alle loben, habt Bedenken,
wo alle spotten, spottet nicht,
wo alle geizen, wagt zu schenken,
wo alles dunkel ist, macht Licht!
Lothar Zenetti
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