Suchen nach Privatsphäre
3. Februar, 2009 @ 20:56 | Persönliches |
Bzw. Suchen mit Privatsphäre: seit ein paar Tagen speichert die in den Niederlanden beheimatete Suchmaschine Ixquick keine IP-Adressen mehr.
Nie mehr Schule, äh, Gooooogle! Gar kein Gooooogle mehr!!! *freu*
Vor 64 Jahren…
27. Januar, 2009 @ 23:54 | Persönliches |
… wurde Auschwitz befreit.
Vor einigen Jahren war ich bei einem beeindruckenden Vortrag von Anita Lasker-Wallfisch, einer der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz.
Sie erzählte aus ihrem Leben. Kristallklar. Ohne Haß. Diejenigen, die zu hassen wären, so sagte sie, seien längst tot. Die Aufgabe der Jüngeren ist es nicht, sich schuldig zu fühlen. Sondern nicht zu vergessen. Die Menschlichkeit über alles andere zu stellen. Wach zu sein.
Ein “Nie wieder!” reicht mir nicht, wenn ich an Auschwitz denke und an alles, was dem voranging. Es ist einfach, zurückzuschauen und sich von den Schrecken der Vergangenheit zu distanzieren. Aber die Schrecken der Gegenwart zu erkennen und, wo immer möglich, zu verhindern, noch bevor sie zu solchen werden, das ist eine andere Sache.
Bin ich wach genug?
(Martin schreibt auch was zum heutigen Tag.)
Kommentare (0)Ich könnte…
18. Januar, 2009 @ 21:13 | Persönliches |
… über so vieles schreiben. Über Erkältungen, Tee-Orgien, Hausmittel. Über ärgerliche Wahlergebnisse. Über bedrückende weltpolitische Szenerien. Über Perspektiven, Ängste und Zuversicht. Über Gitarren. Natürlich immer gerne über Gitarren.
Stattdessen schreibe ich gar nichts. Sondern erinnere mich an den Winter.
Als der Main schlief:
Und als weiße Nadeln sprossen:
Jetzt fällt Regen.
Kommentare (6)Skiiiifoahr’n!
6. Januar, 2009 @ 20:41 | Persönliches |
Vor 26 Jahren (!) bin ich das letzte Mal auf Skiern gestanden. Seitdem hatte ich weder Zeit, Geld noch Gelegenheit, es wieder auszuprobieren. Bis ich an diesem Wochenende einem familiären Ruf in den Bayerischen Wald folgte. Und bereits am ersten Hang feststellen durfte: ich kann es noch. Sogar die schwierigen Pisten. Das Gedächtnis der Körperzellen ist offenbar viel besser als das des Kopfes. Das ist ein Gefühl! Fast wie Fliegen. Geniaaaaal!
Seit den späten 70er/frühen 80er Jahren hat sich aber einiges auf den Pisten und beim Zubehör getan.
Klamotten:
Ja, sie sind vom Discounter. Aber so funktional, daß sie etliche Saisons durchhalten werden. Besonders der schmale Rucksack, den ich auch beim Radfahren verwenden kann, ist toll im Vergleich zu meinem alten, ständig rutschenden Wimmerl, das sowieso längst kaputt ist. Und die Handschuhe: Fäustlinge mit ganz dünnen Unterhandschuhen. Kalte Hände ade!
Schuhe:
Die Gabe einer lieben Freundin, der sie an den Waden zu eng waren. Sind sie mir auch, ein bißchen. Aber erst am 2. Tag. ![]()
Und sie tun’s. Werden mit Freude weiterbenutzt.
Stöcke:
Natürlich meine geliebten Teleskopstöcke von ca. 1980. Die modernen Stöcke sind viel leichter und haben klitzekleine Teller. Schauen eigentlich alle gleich aus. Ich bleibe gerne bei den alten Teilen - die einzigen Dinge meiner Uralt-Ausrüstung, die noch benutzbar waren.
Skier:
Zugegeben, der Gedanke, mich auf kurze Löffelbisquits zu stellen, war erst mal gewöhnungsbedürftig. Aber meine alten, abgewetzten Brettl hatten eine ähnliche Länge gehabt. Das neue Material verhält sich auf der Piste aber völlig anders. Carving-Ski sind extrem drehfreudig, jedoch bei Tempo etwas flatteriger als die schmaleren, geraden aus den 70ern (das kann aber auch daran gelegen haben, daß die Leihski eher für Anfänger gedacht waren und nicht für schnelle Geschwindigkeiten) . Die Eisgriffigkeit war aber bei jedem Tempo gut.
Ich habe Lust, verschiedene Längen und Macharten durchzuprobieren (Geht ja problemlos bei Skiverleihen). Carving-Ski sind insgesamt deutlich angenehmer zu fahren als das alte Material. Einziger Nachteil: Wedeln geht nicht mehr so gut. Die Beinhaltung ist breiter als früher. Einige wenige Leute waren noch mit alten, langen Brettern auf der Piste, das schaut schon eleganter aus. Aber was soll’s: mehr Spaß macht’s jetzt allemal!
Helm:
Hätte ich früher niiiie aufgesetzt! (Da fuhr ich in Jethose, Parka und Palituch.)
Testurteil: Super. Mit Stirnband darunter viel wärmer als Mütze. Und besserer Halt für die Skibrille, die mir damals immer gern von der Nase rutschte.
Lifte:
Alles geht schneller und leichter. 6-er Sessellifte mit bequemem Ausstieg. Es gab auch eine “Paternoster”-Gondel, in die man einfach während der Fahrt ein-und aussteigt.
Durch die flotteren Lifte gab es zumindest am Arber keine längeren Wartezeiten und kein Gedrängel. Wie das in anderen Skigebieten ist, weiß ich natürlich nicht.
Snowboarder:
Sitzen oft in Horden mitten auf der Piste rum, vollziehen gerne unberechenbare Wendemanöver, müssen in höchst uneleganter Haltung, mit den Bügeln zwischen den Beinen, die Schlepplifte benutzen, stürzen häufig und spektakulär. Meins is’ des ned.
Fazit:
Ich will wieder.
Nicht um jeden Preis. Auf braune Hänge, die nur um des Profits willen freigegeben werden und hinterher völlig kaputt sind, hab ich keine Lust.
Aber wenn die Schneelage so gut ist wie in diesen Tagen und sich eine Gelegenheit ergibt: sehr gerne!
Mitmachen! Gewinnen!
2. Januar, 2009 @ 08:22 | Persönliches |
(… und natürlich weitersagen…)
Kommentare (2)Liebe Ella…
24. Dezember, 2008 @ 10:49 | Persönliches |
Du hast ja recht:
“Someday soon, we all will be together
If the fates allow
Until then, we’ll have to muddle through somehow…”
Das kriegen wir schon hin. Mit vereinten Kräften. Irgendwie. Sowieso. Und überhaupt.
Kommentare (0)Am 13.12.08 Singvøgel live in Fürth
12. Dezember, 2008 @ 18:20 | Persönliches |
Kommentare (0)Am 2.12.08 Singvøgel live in Würzburg
29. November, 2008 @ 17:29 | Persönliches |
Singvøgel
live und (fast) unplugged
Dienstag, 2.12.08
ab 20:00 Uhr.
“Gehring’s”
Neubaustr. 24
Würzburg
Partielle Amnesie?
21. November, 2008 @ 10:40 | Persönliches |
Ich habe bekanntermaßen ein eher schlechtes Gedächtnis.
Aber daß mir selbst nach tagelangem Grübeln unerklärlich bleibt, wie obiges Schild in den umfangreichen Archiven meiner Kuriositäten gelandet ist, stimmt mich nun doch bedenklich.
Zwar lebte ich vor langer Zeit ein Jahr lang unweit dieses Golfplatzes, kann mich aber nicht erinnern, jemals auch nur in dessen Nähe gewesen zu sein. Habe ich das Schild geklaut? Gefunden? Geschenkt bekommen? Oder gibt es eine andere Erklärung? Hat es sich selbsttätig hier manifestiert? Will es mir etwas sagen? Und wenn ja, was?
Für sachdienliche Hinweise dankbar, grüßt
die Ermittlerin
Zeitliches
23. Oktober, 2008 @ 10:09 | Persönliches |
Vergeht die Zeit, vergehen wir, oder ist das alles nur eine Sache der Wahrnehmung?
Vor ein paar Tagen sah ich per Zufall im Fernsehen eine Sendung über Hundertjährige. Zu den Porträtierten gehörte die Schriftstellerin Ilse Pohl, eine geistvolle und beredte Dame, die überhaupt erst im Alter von 69 Jahren mit dem ernsthaften Schreiben begonnen hat und bis zum heutigen Tag damit weitermacht.
In ihrem Gesicht sah ich die Siebzehnjährige, die sie einst gewesen sein muß. Ist diese Zeit vergangen? Oder liegt sie in ihr bewahrt, lebendig bis heute?
Körperliche Veränderungen des Alters, Spuren der vergehenden Zeit: sie werden ertragen, sie werden bekämpft, sie sind Realität - und gleichzeitig auch eine Perspektivangelegenheit. Unter den Hundertjährigen waren solche, die sich ihre körperliche Beweglichkeit in großem Maß erhalten konnten. Ich vermute, daß die geistige Regsamkeit dazu beigetragen hat, wie auch umgekehrt der Körper den Geist beflügelt.
Wahrscheinlich ist die Zeit (und alles, was mit ihr zusammenhängt, also auch das Alter) relativ. Ihr Tempo scheint sich mit den zunehmenden Jahren subjektiv zu beschleunigen, aber wir alle kennen immer noch und immer wieder diese Augenblicke, wo sie stillzustehen scheint: dann nämlich, wenn wir zutiefst betroffen, berührt, aber auch inspiriert und beflügelt sind.
Vielleicht ist die Zeit tatsächlich die maßgebliche Dimension des Irdischen, die den Kreislauf des Werdens und Vergehens in Bewegung hält.
Leben jedoch ist mehr als dies. Ist die noch größere Dimension, die all dies - auch die Zeit - enthält.
Über solcherlei nachdenkend, erhielt ich einen schönen Spruch geschenkt:
“… denn es ist gut, wenn uns die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint, das uns verbraucht und zerstört wie die Handvoll Sand, sondern als etwas, das uns vollendet.”
- Antoine de Saint-Exupéry
Auch dies ist wohl eine Frage der eigenen inneren Haltung dazu. Die errungen werden will - denn allzu leicht ist es, sich der Resignation über Vergangenes und Unerfülltes hinzugeben, den Blick auf das Zerstörte zu richten und dabei zu übersehen, daß der Baum, der aus den Trümmern wächst, stärker zu sein verspricht als die schäbige Hütte, die da vorher stand.
Worte, Worte.
Ich geh mal wieder leben…






