Das Gift des Neides und die Stärke der Stärken
5. Juni, 2010 @ 19:28 | Kultur & Kontext |
Mit Kritikastertum kann ich nichts anfangen. Das hängt bestimmt damit zusammen, daß ich einige Jahre in England gelebt habe und mir dort das Glück widerfuhr, an einem College zu landen, an dem es Usus war, die Stärken zu stärken und nicht durch überflüssiges Herumbohren in vorhandenen Schwächen dieselben nur noch schlimmer zu machen. Außerdem habe ich dort gelernt, daß die Geschmäcker nun mal verschieden sind und die bunte Vielfalt der Kunst (wie des Lebens) überhaupt erst den Reiz des Ganzen ausmacht.
Ich habe also massive Probleme mit der hier in Deutschland weitverbreiteten Neigung, irgendwelche künstlerischen Äußerungen so richtig lautstark und öffentlich scheiße zu finden, gerne auch verbunden mit Haßtiraden auf die Protagonisten. Wohlgemerkt: auch ich finde so manche künstlerischen Produkte nicht schön, einige auch unterirdisch schlecht. In den meisten Fällen denke ich dann, “gefällt mir nicht” und wende mich einfach ab, vergesse es. Damit ist keine Emotion verknüpft. Aber es gibt andere Situationen, und da ist es, als ob jemand bei mir einen Knopf drückt. Und diese Reaktion hat Hintergründe, die haben aber viel mehr mit mir selber zu tun als mit dem Objekt meiner Abneigung.
Ich habe gemerkt, daß ich oft, wenn mir etwas als allzu banal, zu schlecht oder schlicht zu doof aufstößt und ich mich darüber ausdauernd und laut aufregen möchte, einfach neidisch bin. Darauf, daß dieses Stück im Radio gespielt wird und meine eigenen Sachen nicht. Darauf, daß jemand mit “diesem Kram” Erfolg hat, auch finanziellen, während wir Singvøgel nicht wissen, ob wir unsere fast fertige CD überhaupt pressen lassen können.
Hinter dem Neid lauert dann gerne die Verzweiflung. Und die Mutlosigkeit. Und etliche andere Gesellen, von deren Gesellschaft ich mich lieber fernhalte, weil sie die größten kreativen Spaßbremsen sind, die ich kenne. Außerdem habe ich den Verdacht, daß ich, wenn ich anderen ihren Erfolg nicht gönnen kann, meinen eigenen auch nicht annehmen könnte, so er denn eintritt…
Wie funktioniert konstruktive Kritik? Durch Benennung und Förderung der Stärken. Wenn mir etwas gefällt, dann bringe ich das zum Ausdruck. Klar und deutlich.
Damit ist übrigens nicht “schönreden” oder ein Mangel an Ehrlichkeit gemeint. Ein Beispiel: Jemand ist ein wahnsinnig toller Sänger. Wenn er sich dann darüber freut, daß ich ihm das mitgeteilt habe, und wissen will ob er noch irgendwas verbessern kann, dann kann ich ihm sagen, daß er z. B. an seiner Rhythmusgenauigkeit noch etwas arbeiten könnte. Zu diesem Zeitpunkt und in diesem Zusammenhang ist es dann ok. Die falsche Reihenfolge wäre: “Wenn du sauber im Rhythmus bleiben würdest, dann wärst du ein richtig guter Sänger”. Weil damit das Gute von vorneherein negiert würde.
Übrigens ist es in der Regel so - im künstlerischen Bereich wie in allen anderen auch -, daß man selber mit schmerzhafter Genauigkeit weiß, wo die eigenen Schwächen liegen und wo man Fehler macht. Aber es ist wahnsinnig schwer, zu erkennen, was gut ist und wo die Stärken sitzen. Erst, wenn man dieses oft und nachdrücklich genug gesagt und vermittelt bekommt, kann man damit auch wirksam arbeiten.
Irgendwo habe ich mal gelesen: “Stärken stärken heißt Schwächen schwächen.” Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich habe keine Ahnung von Physik, aber das könnte tatsächlich ein kosmisches Gesetz sein.
 
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Juni 5th, 2010 at 19:34
Danke Karan!
Ich habe zwar von Kunst nicht wirklich viel Ahnung, aber die Essenz Deiner Worte kann und will ich wirklich dick unterstreichen. Sie bringen auf den Punkt, wo’s fehlt und wo der richtige Ansatz ist!
Juni 5th, 2010 at 22:16
Ja, die deutsche Mentalität des “Runtermachens” - unter der ich einerseits leide, von der ich anderseits durchtränkt bin!
So problematisch ich manche Entwicklungen im angeblichen “Mutterland des Liberalismus” auch finde, so sehr mich vieles Britische schwer irritiert (vor allem das immer noch ausgeprägte Klassendenken - aber: vielleicht ist es nur ehrlicher als in Deutschland, wo “man” darüber nicht redet - jedenfalls nicht über die Privilegien der Privilegierten) , die Toleranz gegenüber Exzentrikern (im deutschen Sprachgebrauch zumeist “Spinner” genannt) ist eindeutig größer. Allerdings vermute ich, dass Du an Deinem College besonders viel Glück hattest.
Zum Klischee, vor allem in britischen Medien, gehört es, dass Deutsche grundsätzlich überheblich und besserwisserisch seinen. Ich habe den Verdacht, dass das kein Vorurteil ist. Wir Deutschen neigen offensichtlich dazu, uns über andere zu erheben, indem wir sie erniedrigen. Mir fällt das im Interview-Stil auf: offensichtlich wird von deutschen Journalisten erwartet, dass sie in einem Interview jemanden richtig “fertigmachen”. Dem gegenüber steht der deutsche Brauch, ein Interview autorisieren zu lassen, vor allem, wenn “wichtige” Personen interviewt werden. Das heißt: aggressiv in der Form, unterwürfig-ängstlich in der Sache. Der gute “angelsächsiche” Journalismus macht’s genau anders herum. (Der schlechte “angelsächsische” Journalismus ist dafür meines Erachtens an Gehässigkeit kaum noch zu toppen, nicht mal von der “Bild”, die ja deutlich dem Vorbild der englische Revolverblätter wie “Daily Mirror” oder “Sun” folgt.).
Deutsche “Niedermach-Mentaliltät” äußert sich m. E. auch in der (fehlenden) deutschen Diskussionskultur. Mir fällt immer wieder auf, wie selten Streitgespräche bei der Sache bleiben, ohne von einem Extrem ins andere zu taumeln, meistens vermischt mit heftigen ad personam-Attacken - und mit nicht weiter begründete negativen Werturteilen wie “das ist doch Scheiße”.
Besonders unangenehm fiel mir die fehlende Debattenkultur auf, als ich den Lifestream vom Bundesparteitag der “Piratenpartei” verfolgte. Ich kannte erbitterte Debatten noch aus der Zeit, als die “Grünen” noch grün waren - oft auch hinter den Ohren - und sich nicht immer grün waren. Aber damals dachte ich, es läge an den ideologisch verhärteten Fronten. Die konnte ich bei den “Piraten” bisher nicht ausmachen - aber den unsäglichen, aufs Fertigmachen und Rechthaben gerichteten Debattenstil sehr wohl. Und einem erschreckenden Mangel an Pragmatismus!
Ich kann mir solche Debatten in England oder Schweden nicht vorstellen. In den USA? Vielleicht, aber da ist man, soweit ich es beurteilen kann, wenigstens pragmatischer.
Zum Neid. Ich teile die Ansicht, dass es “gutartigen” und “bösartigen” Neid.gibt. Gutartiger Neid ist gleichbedeutend mit “Begehren”: jemand anders hat oder kann etwas, was ich auch gerne hätte oder könnte. Etwa “ich beneide Dich um das schöne Wetter” oder “um Deine Singstimme beneide ich dich”. “Gutartig” heißt übrigens nicht “harmlos” - “Begehren” kann in Habgier umschlagen. Ein typisches Verbrechen aus Begehren ist Diebstahl.
Die Form des Neides, die Du ansprichst, ist “bösartig” - was kein moralisches Urteil sein soll, sondern nur die verheerende Wirkung beschreibt. Ein anderes Wort dafür ist “Missgunst”. Ich gönne den anderen ihren Erfolg nicht. Verwandt damit “Eifersucht”. Da hinter dieser Form des Neid oft Verzweiflung steckt, manchmal sogar nackte Not, ist eine moralische Verurteilung, etwa als “Hauptlaster” oder “Todsünde”, falsch. Das Problem ist, dass Missgunst und Eifersucht so leicht in Hass, Aggressivität und Zerstörung umschlagen.
“Aber es ist wahnsinnig schwer, zu erkennen, was gut ist und wo die Stärken sitzen.” Zumindest für mich kann ich sagen, dass das stimmt. Wobei wir wieder bei der “deutschen Mentalität” sind. Zur deutschen Mentalität gehört meiner Ansicht nach die Angst vor Fehlern, genauer gesagt: die Angst davor, für einen Fehler gerade stehen zu müssen. (Die wiederum damit zusammenhängt, dass jemand, der einen Fehler “begangen” hat (verräterischer Sprachgebrauch: man begeht ein Verbrechen), in Deutschland oft und gern “fertiggemacht” wird). Ich erlebte die Schule oft so, dass es eher darauf ankam, möglichst wenig Fehler zu machen, anstatt richtig gut zu sein. (Der Ansatz des Fehlerzählens ist bei Diktaten und bei reinen Wissenstests angemessen, schon in Mathe sollte der Lösungsweg ebenso wichtig sein, wie das richtige Ergebnis.) Bei fast allen Bewerbungen (und ich habe viele hinter mir!) erlebe ich es, dass mir hinsichtlich meiner “Schwachstellen” auf den Zahn gefühlt wird - und eventuelle Stärken als “selbstverständlich” vorausgesetzt werden. Umgekehrt ist die Frage: “Was sind Ihre größten Stärken?” unter Bewerbern vielleicht noch mehr gefürchtet als die Frage: “Was sind Ihre größten Schwächen?”. Ich jedenfalls habe vor der Frage nach den Stärken mehr Angst. Meine Schwächen glaube ich zu kennen, ich weiß auch ungefähr, welche Schwächen ich einigermaßen gefahrlos in einem Vorstellungsgespräch zugeben kann. Aber die Stärken? Da bleibt es - auch bei mir - beim “Üblichen”, von dem ich weiß, dass es “gefragt” ist - Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Lernbereitschaft, Fleiß, usw. usw. - “Kreativität” eher nicht, zu meinem Leidwesen habe ich schon einige Male erfahren müssen, wie wenig geachtet “kreative Spinner” selbst in der Werbung sind. (”Also, ich denke, Sie, als jemand mit kaufmännischer Ausbildung, könnten ein gutes Gegengewicht zu diesen kreativen Spinner da im ersten Stock sein,” - Vergesse ich nie, diese Verachtung in der Stimme eines Managers einer Werbe- und PR-Agentur gegenüber den Menschen, ohne die er weder Werbung noch PR machen könnte. Das sind eben Handlanger, deren Kreativität man sich einkauft. Aber ein IT-Kaufmann, der denkt nüchtern, sachlich - und dessen “Nüchternheit” und dessen “Pragmatismus” wird eben genau so eingekauft.
Wichtig sind allein die “Entscheider”, die “Ausführer” und ihre Fähigkeiten sind “Menschenmaterial”.
Sorry, ich muss jetzt Schluss machen, ich rege mich wieder mal zu sehr auf.
MartinM
Juni 6th, 2010 at 08:39
Als positive Kritik ist wohl zu sagen, das sie* immer noch leichter erträglich ist als 3/4 des Geraffels, das in äquivalenten Gesangsshows so zusammengesucht wird…
ich find’ *lena trotzdem doof.
ich mag ihren gesang nicht,
ich mag die banalität ihrer musik nicht,
ich mag ihr Gehabe nicht.
und ich mag stefan raab nicht.
und trotz allem deutschen kritikastertum, muss ich ihren Erfolg anerkennen, obwohl andere den bestimmt mehr verdient haben.
10.000.000 Fliegen und so.
Juni 6th, 2010 at 10:46
Oh ein sehr gutes Thema.
Nach einer Nacht des meditativen Bewegens deines Eintrages, fällt mir heute auf, dass die andere Seite aber auch nicht ohne ist. Was mir manchmal schwer fällt ist, die Mitte zu finden. Ich bin zum Beispiel auch ein kritischer, aber auch ein teils euphorischer Mensch. Ich kann mich ohne Ende für etwas begeistern und das auch zum Ausdruck bringen, habe aber den Eindruck, dass das oft genauso unerwünscht ist, wie das von dir beschriebene Kritikastertum.
Allerdings habe ich den Eindruck, an den ich mich ganz subjektiv auch halte, dass der Welt, wie sie grade ist, ein wenig Begeisterung nicht schadet. Dabei handelt es sich ja durchaus um reflektierte Begeisterung, nicht um unbedachtes Ja sagen. Aber viele Menschen haben damit eben auch ein Problem. Man ist doch das ewige Nörgeln so gewöhnt, dass bei vielen Menschen der Eindruck entsteht, das sei ein Qualitätsmerkmal.
Ich habe aus diesem Grund vor Jahren schon eine Rubrik “Gewidmetes” in mein Blog eingebaut, wo ich immer mal meine positive Meinung zu Menschen kundgetan habe. Brach liegt sie deswegen, weil ich auch in positivem Sinne niemandem zu nahe treten will. Ich will niemanden “anmachen” weil ich bestimmte Züge an ihm oder ihr toll finde. Vielleicht sollte ich die Rubrik trotzdem mal weiterführen…
Viele liebe Grüße von der
Wurzelfrau
Juni 6th, 2010 at 11:09
Oh ja, das mit der Begeisterung kenne ich auch, ich bin nämlich ähnlich euphorisch gestrickt - da wird einem tatsächlich gerne unterstellt, etwas einfach nur unbedacht toll zu finden, und das wird oft als “wertlos”, weil “unreflektiert”, abgewertet, wie Du es ja auch so schön beschrieben hast.
Begeisterung ist eine Emotion, Kritik (auch konstruktive) ist eine Analyse - man kann die beiden Sachen aber m. E. wunderbar verbinden.
Ein zweites ist, daß es vielen Menschen schwerfällt, die Begeisterung anderer anzunehmen - und da sind wir wieder beim Thema “Stärken” und der eigenen Unbewußtheit über dieselben. Das erzeugt dann recht unterschiedliche innere Ausweichbewegungen, z. B. neigen viele dazu, sich da total zu genieren. Oder haben Angst, daß das nix ist als eine Überbewertung, die sich irgendwann in’s Gegenteil verkehrt. Oder, oder…
Juni 6th, 2010 at 11:43
“Ein zweites ist, dass es vielen Menschen schwerfällt, die Begeisterung anderer anzunehmen …”
Ich gehöre dazu. Und wenn ich ein wenig Abstand nehme, die hochkochenden Gefühle beiseite schiebe, und versuche, so klar und analytisch wie möglich zu denken, dann muss ich eingestehen, dass ich mehrere innere Ausweichbewegungen zugleich mache. Das “oder” in Deiner Aufzählung ist ein inkludierendes “oder” (OR).
Einer der Gründe ist die Lebenserfahrung: ein Lob ist oft geheuchelt, oft instrumentell, steht unter dem Generalverdacht der der Schmeichelei - damit habe ich, oft bitterere, Erfahrung. Lob ist eine scharfe Waffe in der Hand intriganter Anschleimer und gewissenloser Betrüger.
Hingegen weiß ich selbst bei hämischer und nörglerischer Ablehnung, so weh sie oft tut, woran ich bin”. Die Unsicherheit fällt weg. Die Fronten sind klar.
Juni 6th, 2010 at 13:49
Das gibt es ja auch im akademischen Bereich - v.a. an meiner letzten Uni war es in Seminaren beliebt und wurde gefördert durch meinen Doktorvater, Klassiker der Theoriebildung überheblich zu zerpflücken, als könnte jeder pickelige studentische Dummbratz von 22 bessere Werke verfassen.
Nichts gegen kritische Auseinandersetzung, und manche Theoriegrößen haben wirklich viel heiße Luft abgesondert in den Sozialwissenschaften, aber mir ging das immer zu weit, war zu einseitig, behinderte das Lernen - man wusste ja eh alles besser!
Juni 7th, 2010 at 14:09
Es ist in der Tat eine Gradwanderung. Ich glaube, jede/r hat sich irgendwo einmal dabei erwischt, etwas ziemlich scheiße zu finden, was meist daran lag, daß gerade dieses “Produkt” so erfolgreich war, während eigenes so dahindümpelte. Neid in gewisser Weise schon - warum ist es nicht das eigene, das so erfolgreich ist? Auf der anderen Seite aber auch Frustration, daß teils ziemlich talentfreie Dinge so hochgepuscht werden können, wo man nicht mal ein Milligramm Gehalt finden kann.
Es ist dann für das eigene Wohlergehen ziemlich wichtig, sich da nicht hineinzusteigern - sich ständig aufregen ist ja nun wahrlich nicht gesund, und weiter bringt´s einen auch nicht. Oft kann man solche Dinge nach einer gewissen Beruhigung dann wirklich recht emotionslos betrachten, es dennoch überflüssig finden (den hype darum), aber dann für sich weitergehen.
Oft sind es eigene Unsicherheiten, die da mit hineinspielen. Bin ich gut genug? Aber wichtiger ist es, daß man es selbst ist, dahinter steht. Das ist eine Sache, die man sich öfter mal wieder erarbeiten muß.
Von daher finde ich es meist sehr angenehm, wenn Leute wirklich begeistert sind von dem, was ich so fabriziere. Ich freue mich, wenn meine Arbeiten bei einer anderen Person eine Saite zum Schwingen bringen. Ich setze derartige Äußerungen nicht unbedingt mit Oberflächlichkeit in Verbindung (auch wenn ich natürlich Leute kenne, die oft sehr kritiklos sind - aber das beziehe ich nicht auf andere Menschen). Manchmal ist man einfach begeistert. Punkt. So etwas kann einem die Kraft geben, seinen Weg weiterzugehen.
Was dann die Kritik allgemein angeht: ich selbst habe oft ein Problem mit Kritik. Gar nicht mal gegen tolle Verbesserungsvorschläge und Ideen. Wenn man mal darüber reflektiert, kann das sehr inspirierend sein. Sondern eben die Totschlagkritik, wo man von vornherein den Eindruck gewinnt, etwas wird in Grund und Boden gestampft, ohne sich überhaupt die Mühe zu machen, einmal tiefer zu schauen.
Von daher mag ich ebenfalls lieber den Weg, die Stärken hervorzuheben. Man schärft damit auch irgendwo seinen eigenen Blick, und das, was evt. weniger gut war, “verschwindet” sozusagen. Ist jetzt recht einfach ausgedrückt, aber ich denke mal, Du verstehst, was ich meine.
Liebe Grüße
Lu
Juni 8th, 2010 at 12:26
Ich persönlich kenne den Neid auch als eine Antriebskraft für die aktive Auseinandersetzung mit den Fragen “Was kann ich? Was will ich? Wo will ich hin?” Insofern kann die Emotion Neid als solche auch eine positive Funktion erfüllen.

Frei nach dem Motto: “Die Dosis macht das Gift”
Zia
Juni 17th, 2010 at 14:04
[...] hinter so viel Haß und Mißgunst? Wohl doch wieder der Neid, wie ich schon kürzlich in meiner Betrachtung über Kritikaster feststellen mußte. Aber auch eine Unfähigkeit (oder gar ein Unwille), überhaupt noch zu [...]