Nach dem Atomunglück in Japan hat es mir irgendwie die Sprache verschlagen. Dabei ist so viel passiert seither, auch Schönes. Aber auch viel Schweres. Der Blick in die Welt wird mir manchmal schmerzhaft.

Und fatalerweise begann ich dann zu warten, auf irgendein riesiges, sinnfälliges Thema, über das ich schreiben könnte, auf eine lebensverändernde Erkenntnis, auf ein großartiges Ereignis… so lange, bis ich den Wald vor Bäumen nicht mehr sehen konnte.

Wald, Bäume. Das wäre auch eine Idee, endlich mal wieder hinauszugehen in den Wald, in’s mittlerweile schon sattdunkle Grün…

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I was somehow lost for words after the nuclear disaster in Japan. A lot has happened since then; nice things, too. But a lot of difficult ones as well. Sometimes I find it painful to watch the world.

And fatally enough I began to wait, for some kind of huge, obvious topic that I might write about, for a life-changing insight, for a great event… until I was unable to see the woods for the trees.

Woods, trees. That would be an idea: to finally go out again to the woods, to the green, which has already transformed into a luscious dark…

Die Sprache verschlagen / lost for words

2 Gedanken zu „Die Sprache verschlagen / lost for words

  • 21. Mai 2011 um 14:01
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    Karan, ich kann dich gut verstehen. Ich blogge zwar regelmäßig, aber eben so regelmäßig überfällt mich der Verdacht, dass ich eigentlich über die ganz großen, ganz wichtigen Themen bloggen müsste.
    Bei den „Bäumen“ muss ich natürlich in diesem Kontext an Berthold Brechts berühmte Zeile aus dem Gedicht „An die Nachgeborenen“ denken: „Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist – Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt?“
    Ich schweige bestimmt nicht über die Untaten, wenn ich einfach in den Wald gehe.
    Ich würde aber über Untaten schweigen, wenn ich nur noch über meine Waldspaziergänge bloggen würde.

  • 28. Mai 2011 um 08:24
    Permalink

    Und vor dem Hintergrund, dass immer mehr „Neuigkeiten“, also verschwiegene Katastrophen ans Licht kommen… frag ich mich, ob einer von denen noch eine Erde im Kofferraum hat…. Mich macht das alles wütend, aber eben auch nicht kreativer;)

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