… heißt das Lied, das ich heute schrieb und mit dem Mobiltelefon für Euch aufgenommen habe.

Die letzten Wochen waren wahrscheinlich für alle denkenden und fühlenden Menschen schwer zu ertragen. Und dann fielen die Schüsse von Halle …

Meine hilflose Traurigkeit verwandelte sich in verzweifelte Wut, als ich ausgerechnet an diesem Tag erfuhr, dass der Initiative „Exit“, die Menschen beim Ausstieg aus dem Rechtsextremismus zur Seite steht, die für ihr Weiterbestehen notwendigen Fördergelder gestrichen wurden.

Zwar sieht es momentan so aus, dass die Verhandlungen darüber wieder aufgenommen werden, aber allein die Tatsache, dass dies verhandelt werden muss, dass eine solche Organisation nicht selbstverständlich mit allen nötigen Mitteln ausgestattet wird, ist mir vollkommen rätselhaft!

Ich habe einen großen Respekt vor allen, die bei „Exit“ arbeiten, ebenso wie vor denjenigen, FÜR die sie arbeiten: den Aussteiger*innen aus einer menschenfeindlichen Ideologie, die durch diesen Schritt nicht selten ihr gesamtes bisheriges soziales Umfeld verlieren und vollkommen neu beginnen müssen.

„Keinen Fußbreit den Faschisten“ – dieses Bekenntnis ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Viele meiner Lieder sind daraus gespeist und davon motiviert.

Was mir jedoch ebenso wichtig ist: die Hoffnung, dass Menschen die rechtsextreme Unmenschlichkeit hinter sich lassen, dass sie zur Vernunft kommen und ebenso zum Gefühl: zum Mitgefühl für andere, zu Verständnis für diejenigen, die anders sind als sie selbst, zu Freude an Begegnungen mit ihnen, zu Freundschaft und Liebe.

Möge das einsame Kind in ihnen getröstet werden …

Einsames Kind …