Du hörtest das Gras im Frühling wachsen unter den alten Blättern.
Du zogst Sandalen an und gingst ohne Mantel in allen Wettern von Februar bis Mai;
das ist so lang schon vorbei.
Ich habe Ja gesagt ohne Wenn und Aber, geflüstert und geschrien,
dir auf die Haut gemalt, dir als Brief geschrieben, als Orden dir verliehn,
mein großes Ja –
das ist immer noch da.

Doch aus Feuer und Wasser
wurden Asche und Staub,
wurden Leere und Leiden, wurde Qual.
Und dann bist du gegangen,
bis an’s Ende der Welt,
doch wenn es wieder so kommt, ich mach’s nochmal!

Feuerland, du bist mein Feuerland,
so weit, weit fort, mein wildes Feuerland.
Der Ozean liegt zwischen dir und mir,
doch irgendwann find ich den Weg zu dir, mein fernes Feuerland.

Du hörtest Musik im Kopf genau wie ich, und wir tanzten wie verrückt,
auf offener Straße, auf dem Zebrastreifen, und dieser Welt entrückt,
in einem Raum, wirklicher als jeder Traum.
Ich habe nächtelang Geschichten für dich erdichtet und erdacht,
und dir am nächsten Tag ein vollgeschriebenes Heft vorbeigebracht,
darin stand: Ja!
Und das ist immer noch wahr.

Aber unsere Feuer
haben zu heiß gebrannt,
irgendwann waren wir beide ganz allein.
Und dann bist du gegangen,
bis an’s Ende der Welt,
doch wenn es wieder so kommt, dann soll’s so sein!

Feuerland, du bist mein Feuerland,
so weit, weit fort, mein wildes Feuerland.
Der Ozean liegt zwischen dir und mir,
doch irgendwann find ich den Weg zu dir, mein fernes Feuerland.

© Karan

Feuerland