Karan

… supersonic butterfly

Krimi 2.0

3. Februar, 2010 @ 09:22 | Kultur & Kontext |

Wenn wir schon von kreativen Herausforderungen reden: einer, der solche ebenfalls nicht scheut, ist der rührige Schauspieler Michael Jäger. Sei neuestes Projekt ist eine interaktive Krimiverfilmung: Auf Krimi 2.0 gibt es die Möglichkeit, nicht nur bereits das Genre des zu entstehenden Streifens mitzubestimmen, sondern später ebenfalls die Handlung, Schauspieler, Drehorte und vieles mehr. Irgendwo habe ich gelesen, daß man sich auch als Komparse bewerben kann. (Muß unbedingt herausfinden, ob die vielleicht sogar eine Band brauchen können, die irgendwo dekorativ im Hintergrund herumsteht, äh, spielt. ;-))

Ergänzung: mir ist eben eingefallen, daß die Musikindustrie (Betonung auf Industrie) eh eine Menge Themen und Material hergäbe - und ein prächtiges Sujet für eine bluttriefende Story. Vielleicht ginge es dabei dann auch um die skandalösen Machenschaften einer gewissen Verwertungsgesellschaft… (Man wird doch noch träumen dürfen. ;-) )

Ich gucke ja aufgrund meiner Neigung zu verstörenden nächtlichen Remakes im Traum nur äußerst selten Krimis, aber diesen behalte ich natürlich fest im Auge. Wenn die Sache gelingt (und ich gehe definitiv davon aus, denn da sind durchgehend Profis am Werk), könnte sie eine Vorreiterrolle in der Entwicklung der neuen medialen Wirklichkeit einnehmen. Wenn, ja wenn dann auch der “Mainstream” bereit wäre, sich mal auf kreative Herausforderungen einzulassen…

 


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One Response to “Krimi 2.0”

  1. MartinM Says:

    Ja, ich verfolge Michael Jägers Projekt Krimi 2.0 schon seit einer ganzen Weile mit großem Interesse mit - sicher auch, weil ich einerseits Krimi mag (allerdings längst nicht alle), anderseits das Gefühl habe, dass der deutsche Fernsehkrimi schon lange im “Schema F” gefangen ist - selbst die Gesellschaftskritik, ein Markenzeichen vieler “Tatort”-Krimis, ist sehr stark im Klischee gefangen.
    Solche Ansätze wie “Krimi 2.0″ könnten den dringend benötigten frischen Wind bringen.

    Als Krimikomparse habe ich auch einige Male gejobbt - ganz interessant. Auch die damalige Band meines Bruders war mal als Komparsenband in einem Krimi zu sehen - wobei sie nicht dekorativ im Hintergrund stand, sondern sogar wirklich auf der Bühne auftrat. Der Wunsch ist also keineswegs absurd …

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