Heute vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Er kostete Abermillionen Menschen das Leben und veränderte das Gesicht Europas unwiderruflich.
Weil derzeit neue Nationalismen erstarken, Rassisten und Faschisten ihre Propaganda weitflächig verteilen und die Gräben zwischen den Nationen wieder aufreißen, ist es geboten, sich bewusst zu machen, was Krieg wirklich bedeutet, für Einzelne wie für ganze Gesellschaften.

Im Sommer des Jahres 1918 saß der Maler Claude Monet in seinem wunderschönen Garten in Giveny. Er war gesundheitlich schwer angeschlagen. Sein ältester Sohn war bereits verstorben; der zweite stand als Soldat an der Front, deren Kanonendonner sein Vater deutlich hören konnte, lagen die Schützengräben doch nur ca. 50 km Luftlinie von Monets Gartenparadies entfernt.

Was tut ein Maler in Not? Er malt. Mitten in diesen schrecklichen Tagen entstand Monets „Trauerweiden“-Serie. Schon am Tag nach dem Waffenstillstand schenkte er eines der Bilder dem damaligen französischen Premierminister Georges Clemenceau.

Als ich diese Geschichte erfuhr, hat sie mich zutiefst berührt. „Trauerweiden“ ist ein Lied, das ich nicht nur zur notwendigen und not-wendenden Erinnerung an die Vergangenheit geschrieben habe, sondern auch als Hoffnungszeichen für die Gegenwart und Zukunft.

Jeder Akt des Guten, jedes Werk der Schönheit ist ein Baustein für den Frieden, eine Brücke zwischen Menschen.
Das galt damals, das gilt heute – und für immer.

Trauerweiden