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	<title>Kommentare zu: Wie man zum Künstler wird</title>
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	<description>... supersonic butterfly</description>
	<pubDate>Fri, 18 May 2012 00:15:11 +0000</pubDate>
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		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-652</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 19:05:28 +0000</pubDate>
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		<description>Nein, ich mag auch Wolken und Wetter, und ich sehe sie keineswegs als "Beiwerk" an.
Ich habe mir nochmal die von mir hochgeladenen Schiffszeichnungen und -Gemälde auf "ipernity" angesehen (unter http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/album/128019 ) . Ich muss zugeben, dass auf älteren Strichzeichnungen die Darstellung des Wellenbildes zu wünschen übrig lässt (z. B. http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/4767143/in/album/128019 gezeichnet 1987 oder http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/1161356/in/album/128019 gezeichnet 1989 - wo auch die Wolken ziemlich misslungen sind) - dass sich das aber später, mit mehr Erfahrung, besserte. Aber bis ich 10.000 Stunden Wolken und Wasser gezeichnet habe - geschweige denn, 10.000 Stunden Menschen nach der Natur -  und gute Illustratoren *haben* so viel Erfahrung! - wird wohl eine Weile vergehen.
GANZ WICHTIG:
Ich finde es übrigens eine Schande, dass Illustrationszeichner, obwohl es jahrelange Mühe erfordert, auf diesem Gebiet wirklich gut zu sein, i. d. R. kaum besser bezahlt werden und kaum mehr Ansehen genießen, als schlichte Gebrauchsgraphiker oder Graphik-Designer. Zwischen einem Abschluss als Graphik-Designer und davon, ein guter Kunsthandwerker zu sein, liegen IMO Welten. 

Es ist leider eine sehr weit verbreitete Haltung: ein paar wenige Stars - und die im Dunkeln, die will man nicht sehen. Geschweige denn anständig bezahlen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, ich mag auch Wolken und Wetter, und ich sehe sie keineswegs als &#8220;Beiwerk&#8221; an.<br />
Ich habe mir nochmal die von mir hochgeladenen Schiffszeichnungen und -Gemälde auf &#8220;ipernity&#8221; angesehen (unter <a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/album/128019" rel="nofollow">http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/album/128019</a> ) . Ich muss zugeben, dass auf älteren Strichzeichnungen die Darstellung des Wellenbildes zu wünschen übrig lässt (z. B. <a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/4767143/in/album/128019" rel="nofollow">http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/4767143/in/album/128019</a> gezeichnet 1987 oder <a href="http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/1161356/in/album/128019" rel="nofollow">http://www.ipernity.com/doc/mmssenf/1161356/in/album/128019</a> gezeichnet 1989 - wo auch die Wolken ziemlich misslungen sind) - dass sich das aber später, mit mehr Erfahrung, besserte. Aber bis ich 10.000 Stunden Wolken und Wasser gezeichnet habe - geschweige denn, 10.000 Stunden Menschen nach der Natur -  und gute Illustratoren *haben* so viel Erfahrung! - wird wohl eine Weile vergehen.<br />
GANZ WICHTIG:<br />
Ich finde es übrigens eine Schande, dass Illustrationszeichner, obwohl es jahrelange Mühe erfordert, auf diesem Gebiet wirklich gut zu sein, i. d. R. kaum besser bezahlt werden und kaum mehr Ansehen genießen, als schlichte Gebrauchsgraphiker oder Graphik-Designer. Zwischen einem Abschluss als Graphik-Designer und davon, ein guter Kunsthandwerker zu sein, liegen IMO Welten. </p>
<p>Es ist leider eine sehr weit verbreitete Haltung: ein paar wenige Stars - und die im Dunkeln, die will man nicht sehen. Geschweige denn anständig bezahlen!</p>
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	<item>
		<title>Von: Dee</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-651</link>
		<dc:creator>Dee</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 16:22:02 +0000</pubDate>
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		<description>Huhu Martin,

ich habe keine Ahnung vom Künstler sein, aber vielleicht liegt's ja nicht an der Routine und an der Quali, sondern schlichtweg an Herz und Seele bei Wolken und Wasser, die ja Beiwerk sind bei den Schiffen, die Du nach eigenen Angaben liebst ??? 
;-)

LG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Huhu Martin,</p>
<p>ich habe keine Ahnung vom Künstler sein, aber vielleicht liegt&#8217;s ja nicht an der Routine und an der Quali, sondern schlichtweg an Herz und Seele bei Wolken und Wasser, die ja Beiwerk sind bei den Schiffen, die Du nach eigenen Angaben liebst ???<br />
 <img src='http://www.troubadoura.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>LG</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-650</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 22:02:06 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für Deine Kritik. Eine wichtiger Faktor ist die ehrliche Rückmeldung über die Qualität.
Um welches Bild handelt es sich konkret? Deine Kritik erstaunt mich etwas, da ich die malerische Darstellung von Wolken / Himmel und Wasser seit meine Schulzeit übe - und das ist schon eine ganze Weile und sowohl nach der Natur wie nach Fotos. Vielleicht bekomme ich die 10000 Stunden nicht zusammen, aber an und für sich müsste ich gerade bei Himmel, Wolken und Wasser ein hohes Maß an Routine entwickelt haben.  
Bei Strichzeichnungen von Wasser und Wolken tat ich mich allerdings lange Zeit schwer - weil ich in Halbtönen "denke". Ich hoffe, dass ich durch genügend Übung da einen besseren Standard erreichen kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für Deine Kritik. Eine wichtiger Faktor ist die ehrliche Rückmeldung über die Qualität.<br />
Um welches Bild handelt es sich konkret? Deine Kritik erstaunt mich etwas, da ich die malerische Darstellung von Wolken / Himmel und Wasser seit meine Schulzeit übe - und das ist schon eine ganze Weile und sowohl nach der Natur wie nach Fotos. Vielleicht bekomme ich die 10000 Stunden nicht zusammen, aber an und für sich müsste ich gerade bei Himmel, Wolken und Wasser ein hohes Maß an Routine entwickelt haben.<br />
Bei Strichzeichnungen von Wasser und Wolken tat ich mich allerdings lange Zeit schwer - weil ich in Halbtönen &#8220;denke&#8221;. Ich hoffe, dass ich durch genügend Übung da einen besseren Standard erreichen kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nightingale</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-649</link>
		<dc:creator>Nightingale</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 19:16:07 +0000</pubDate>
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		<description>Zu wenig Schweiß? Nö, zu wenig Blick. Du guckst nicht richtig hin. (Hab grad ein Bild von Dir gesehen, mit einem Segelschiff. Du hast die Wolken nicht kapiert und das Wasser auch nicht. Das Schiff interessanterweise schon. Das ist nicht Technik was da fehlt, das ist schauen und wahrnehmen und malen was du tatsächlich siehst. Das Schiff scheinst du am genauesten gesehen zu haben. Dein Problem scheint mir nichts mit Schweiß zu tun zu haben, das ist ne Aufmerksamkeitsfrage. Die Quali ist da, die schimmert schon durch.

Die sollten Dreck gefressen haben?
Da hab ich ja noch Chancen *gg*
LG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu wenig Schweiß? Nö, zu wenig Blick. Du guckst nicht richtig hin. (Hab grad ein Bild von Dir gesehen, mit einem Segelschiff. Du hast die Wolken nicht kapiert und das Wasser auch nicht. Das Schiff interessanterweise schon. Das ist nicht Technik was da fehlt, das ist schauen und wahrnehmen und malen was du tatsächlich siehst. Das Schiff scheinst du am genauesten gesehen zu haben. Dein Problem scheint mir nichts mit Schweiß zu tun zu haben, das ist ne Aufmerksamkeitsfrage. Die Quali ist da, die schimmert schon durch.</p>
<p>Die sollten Dreck gefressen haben?<br />
Da hab ich ja noch Chancen *gg*<br />
LG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-648</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 20:57:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.troubadoura.de/?p=301#comment-648</guid>
		<description>Nachtrag: Wenn ich es richtig verstehe, geht es bei Camerons Ratgeben um die Aktivierung der Kreativität.

Gut und schön. Es hat mir noch nie an Kreativität gemangelt - der Tag ist zu kurz, um all das auch nur zu notieren, was mir einfällt. Wenn ich Texte schreibe, geht die meiste Zeit in die Nacharbeit .- und das Kürzen. Wenn ich male, dann sind die ersten Skizzen rauschhafter Schöpferdrang, der "Flow" - der Rest, über 9 / 10 der Arbeit, ist Handwerk. Zwar nicht unwillig erledigt, aber auch nicht unbedingt das ganz große Vergnügen. 
Woran es mir mangelt, das ist QUALITÄT.
Außerdem möchte ich nicht schreiben oder malen, um zufrieden zu sein.
Sondern um gute Arbeit zu leisten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag: Wenn ich es richtig verstehe, geht es bei Camerons Ratgeben um die Aktivierung der Kreativität.</p>
<p>Gut und schön. Es hat mir noch nie an Kreativität gemangelt - der Tag ist zu kurz, um all das auch nur zu notieren, was mir einfällt. Wenn ich Texte schreibe, geht die meiste Zeit in die Nacharbeit .- und das Kürzen. Wenn ich male, dann sind die ersten Skizzen rauschhafter Schöpferdrang, der &#8220;Flow&#8221; - der Rest, über 9 / 10 der Arbeit, ist Handwerk. Zwar nicht unwillig erledigt, aber auch nicht unbedingt das ganz große Vergnügen.<br />
Woran es mir mangelt, das ist QUALITÄT.<br />
Außerdem möchte ich nicht schreiben oder malen, um zufrieden zu sein.<br />
Sondern um gute Arbeit zu leisten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-647</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 20:45:39 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Nightingale,

nein, ich denke nicht, dass das, was ich da (in zugebenermaßen allzu pathetischer Form) darlegte, Vorurteile sind.
Zumal es nicht darum geht: "Wie werde ich Künstler?"  Das hat Beuys besser dargelegt, als ich es jemals könnte. 
Es geht mir um gute Künstler. Die, deren Werke die Welt erschüttern - oder wenigsten die Betrachter / Hörer / Leser ihrer Werke.

Wenn ich mir die Biographie wirklich großer Schriftsteller ansehe, dann fällt mir immer wieder eine Gemeinsamkeit auf: auch ihre Weise haben sie aller "Dreck fressen" müssen. Sicher gibt es auch hervorragende Schriftsteller aus behütetem Hause, mit problemlos verlaufende Karriere - ein Beispiel wäre Umberto Eco. Aber sein Buch “Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana” war mir schlicht zu langweilig. Und das, obwohl Eco gut schreiben kann,  recherchieren kann er wie kein Zweiter, und beim Konstruieren von Geschichten macht ihm keiner etwas vor.
Das Buch lehnt sich offensichtlich an Ecos Leben an: Ein alter Mann rekonstruiert seine Kindheit und Jugend anhand der Literatur, die er damals gelesen hat. Er würzt das mit einigen halbwegs spannenden Geschichten. Das Problem: Yambo stammt, wie Eco, aus einen gutbürgerlichen Elternhaus. Das Leben findet in dem Milieu statt, in dem auch der Autor lebt. Das heißt, dass es im Grunde gar nicht stattfindet.
Eco ist da gut, wo er aus zweiter Hand berichtet. Wo er auf sein Leben zurückgreift, ist er banal. langweilig, spannungslos.
Auch ein Josef Beuys - anderes Feld -  hat es im Leben nicht immer leicht gehabt. Ich denke, ohne seinen knapp überlebten Absturz damals im Krieg wäre er vielleicht Tierfilmer (er war wirklich mal Assistent bei Heinz Sielmann) oder Illustrationsgraphiker geworden. Und ich bin mir sicher, wenn er es sich leicht gemacht hätte, nicht immer wieder provoziert hätte, nicht immer wieder und gern angeeckt wäre, wäre er heute schon vergessen.

Vielleicht hängt meine Sichtweise auch mit dem zusammen, was ich mir Wünsche. Wie wünsche ich z. B. zu sterben? Ganz klar: Ich möchte in dem Moment tot umfallen, erschöpft und ausgebrannt, in dem ich einen großartigen Roman oder ein geniales Bild vollendet habe.
Ich habe mich oft gefragt, wieso meine künstlerischen Leistungen bestenfalls mittelmäßig sind. Eine Antwort: zu wenig Schweiß - auch wenn ich locker mehr als 10000 Stunden Schreibpraxis oder Zeichenpraxis habe. Denn das Meiste war "nur zum Spaß", Hobby eben, zu wenig Ambition.
Für die andere muss ich etwas ausholen: es war  Beuys, der die Arbeit eines Künstlers mit der eines Schamanen verglich. Um aber ein Schamane sein zu können, muss man ein Initiationerlebnis überleben - etwa die "Schamanenkrankheit". Überlebte Lebensgefahr, existenzieller Lebenskampf, oder schwere Krisen - das sind meiner Ansicht nach die Initiationserlebnise der großen Schriftsteller und großen Maler (bei Musikern kenn ich mich nicht so aus). Das, wovon sie schreiben, dichten, malen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Nightingale,</p>
<p>nein, ich denke nicht, dass das, was ich da (in zugebenermaßen allzu pathetischer Form) darlegte, Vorurteile sind.<br />
Zumal es nicht darum geht: &#8220;Wie werde ich Künstler?&#8221;  Das hat Beuys besser dargelegt, als ich es jemals könnte.<br />
Es geht mir um gute Künstler. Die, deren Werke die Welt erschüttern - oder wenigsten die Betrachter / Hörer / Leser ihrer Werke.</p>
<p>Wenn ich mir die Biographie wirklich großer Schriftsteller ansehe, dann fällt mir immer wieder eine Gemeinsamkeit auf: auch ihre Weise haben sie aller &#8220;Dreck fressen&#8221; müssen. Sicher gibt es auch hervorragende Schriftsteller aus behütetem Hause, mit problemlos verlaufende Karriere - ein Beispiel wäre Umberto Eco. Aber sein Buch “Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana” war mir schlicht zu langweilig. Und das, obwohl Eco gut schreiben kann,  recherchieren kann er wie kein Zweiter, und beim Konstruieren von Geschichten macht ihm keiner etwas vor.<br />
Das Buch lehnt sich offensichtlich an Ecos Leben an: Ein alter Mann rekonstruiert seine Kindheit und Jugend anhand der Literatur, die er damals gelesen hat. Er würzt das mit einigen halbwegs spannenden Geschichten. Das Problem: Yambo stammt, wie Eco, aus einen gutbürgerlichen Elternhaus. Das Leben findet in dem Milieu statt, in dem auch der Autor lebt. Das heißt, dass es im Grunde gar nicht stattfindet.<br />
Eco ist da gut, wo er aus zweiter Hand berichtet. Wo er auf sein Leben zurückgreift, ist er banal. langweilig, spannungslos.<br />
Auch ein Josef Beuys - anderes Feld -  hat es im Leben nicht immer leicht gehabt. Ich denke, ohne seinen knapp überlebten Absturz damals im Krieg wäre er vielleicht Tierfilmer (er war wirklich mal Assistent bei Heinz Sielmann) oder Illustrationsgraphiker geworden. Und ich bin mir sicher, wenn er es sich leicht gemacht hätte, nicht immer wieder provoziert hätte, nicht immer wieder und gern angeeckt wäre, wäre er heute schon vergessen.</p>
<p>Vielleicht hängt meine Sichtweise auch mit dem zusammen, was ich mir Wünsche. Wie wünsche ich z. B. zu sterben? Ganz klar: Ich möchte in dem Moment tot umfallen, erschöpft und ausgebrannt, in dem ich einen großartigen Roman oder ein geniales Bild vollendet habe.<br />
Ich habe mich oft gefragt, wieso meine künstlerischen Leistungen bestenfalls mittelmäßig sind. Eine Antwort: zu wenig Schweiß - auch wenn ich locker mehr als 10000 Stunden Schreibpraxis oder Zeichenpraxis habe. Denn das Meiste war &#8220;nur zum Spaß&#8221;, Hobby eben, zu wenig Ambition.<br />
Für die andere muss ich etwas ausholen: es war  Beuys, der die Arbeit eines Künstlers mit der eines Schamanen verglich. Um aber ein Schamane sein zu können, muss man ein Initiationerlebnis überleben - etwa die &#8220;Schamanenkrankheit&#8221;. Überlebte Lebensgefahr, existenzieller Lebenskampf, oder schwere Krisen - das sind meiner Ansicht nach die Initiationserlebnise der großen Schriftsteller und großen Maler (bei Musikern kenn ich mich nicht so aus). Das, wovon sie schreiben, dichten, malen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Nightingale</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-646</link>
		<dc:creator>Nightingale</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 12:20:03 +0000</pubDate>
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		<description>Moin MartinM,

ich mag Dir mal von Julia Cameron "Der Weg des Künstlers" warm ans Herz legen.

Also mir gehts so, daß Blut, Schweiß und Tränen bzw. das Unglück vorher da waren und durch künstlerischen Ausdruck grad noch gestillt werden.  
Die ganzen Vorurteile die du da beschreibst "wie Künstler zu sein haben", hielten mich übrigens lange vom Künstlersein ab und glücklich machten sie mich auch nicht grade.
Kann natürlich passieren, daß ich nach einem Tag malen einen blutigen Finger hab, vor Freude heule und vor Eifer in Schweiß bin. Das hat aber nix mit Autschn und Mühsal zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Moin MartinM,</p>
<p>ich mag Dir mal von Julia Cameron &#8220;Der Weg des Künstlers&#8221; warm ans Herz legen.</p>
<p>Also mir gehts so, daß Blut, Schweiß und Tränen bzw. das Unglück vorher da waren und durch künstlerischen Ausdruck grad noch gestillt werden.<br />
Die ganzen Vorurteile die du da beschreibst &#8220;wie Künstler zu sein haben&#8221;, hielten mich übrigens lange vom Künstlersein ab und glücklich machten sie mich auch nicht grade.<br />
Kann natürlich passieren, daß ich nach einem Tag malen einen blutigen Finger hab, vor Freude heule und vor Eifer in Schweiß bin. Das hat aber nix mit Autschn und Mühsal zu tun.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bodecea</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-642</link>
		<dc:creator>Bodecea</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 12:11:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.troubadoura.de/?p=301#comment-642</guid>
		<description>Interessantes Thema... beim vielen großen Künstlern geht, finde ich, besonderes und tiefes Schaffen mit besonderen und tiefen Erfahrungen und Seelenzuständen einher, und die sind leider auch manchmal besonders schlimm. 

Weswegen ich lieber eine kleine Künstlerin und eine große Lebenskünstlerin sein will, denn zur Lebenskünstlerin braucht es eher Humor und Freude und Glück, ja, da kann man nie genug von haben.

Bodecea</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessantes Thema&#8230; beim vielen großen Künstlern geht, finde ich, besonderes und tiefes Schaffen mit besonderen und tiefen Erfahrungen und Seelenzuständen einher, und die sind leider auch manchmal besonders schlimm. </p>
<p>Weswegen ich lieber eine kleine Künstlerin und eine große Lebenskünstlerin sein will, denn zur Lebenskünstlerin braucht es eher Humor und Freude und Glück, ja, da kann man nie genug von haben.</p>
<p>Bodecea</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: MartinM</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-641</link>
		<dc:creator>MartinM</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 11:40:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.troubadoura.de/?p=301#comment-641</guid>
		<description>Hätte Hemmingway so schreiben können, wie er schrieb, wenn er ein ausgeglichener Mensch gewesen wäre?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hätte Hemmingway so schreiben können, wie er schrieb, wenn er ein ausgeglichener Mensch gewesen wäre?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karan</title>
		<link>http://www.troubadoura.de/index.php/wie-man-zum-kunstler-wird/comment-page-1/#comment-640</link>
		<dc:creator>Karan</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 11:31:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.troubadoura.de/?p=301#comment-640</guid>
		<description>Nu ja, bei Hemingway kam aber auch einiges zusammen: schwere Alkoholsucht, unbehandelte Depris plus bipolare Störung plus Selbstmord seines Vaters in der Vorgeschichte. DAS würde ich da eher als Ursache sehen als sein Künstler-Sein. 

</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nu ja, bei Hemingway kam aber auch einiges zusammen: schwere Alkoholsucht, unbehandelte Depris plus bipolare Störung plus Selbstmord seines Vaters in der Vorgeschichte. DAS würde ich da eher als Ursache sehen als sein Künstler-Sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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